Mobiles Schmerzmonitoring

Zur Verbesserung des multiprofessionellen Schmerzmanagements

Was leistet die painApp ?

Beispielansicht der painApp

Neuartige mobile Endgeräte, wie zum Beispiel Tablet-PCs erlauben dem Nutzer eine zeit- und ortsunabhängige Dokumentation des Schmerzzustandes. SchmerzpatientInnen können mit Hilfe der painApp die unterschiedlich aufeinander einwirkenden Facetten ihres Schmerzgeschehens wie z. B. die Intensität von Ruhe- und Belastungsschmerz sowie die Schmerzdauer eigenständig eingeben. Die Dokumentation des Schmerzgeschehens kann dabei ohne großen Aufwand in den Alltag von SchmerzpatientInnen integriert werden. Die dadurch gewonnenen Informationen sind für eine umfassende schmerztherapeutische Versorgung von großer Wichtigkeit und können von den an der Schmerztherapie beteiligten Akteuren auf einem eigens dafür entwickelten Webportal eingesehen werden.

Vernetzung und Multiprofessionalität

Eines der zentralen Elemente der painApp ist neben der Dokumentation des Schmerzgeschehens, die Kommunikation zwischen den an der Schmerzbehandlung beteiligten Akteuren. Dies sind insbesondere der behandelnde Hausarzt und ggf. ein ambulanter Pflegedienst. Die von dem Patienten dokumentierten Daten können durch den behandelnden Hausarzt jederzeit eingesehen werden. Es findet also keine punktuelle Schmerzbehandlung statt, die nur auf den Arztbesuch ausgerichtet ist. Vielmehr ermöglicht die painApp eine Direktübermittlung der Dokumentationsergebnisse, die sich der Hausarzt auf Abruf in einer zusammenfassenden Darstellung anzeigen lassen kann. Somit bietet die painApp dem Hausarzt die Möglichkeit einer zeitnahen Therapieanpassung. Sollte ein Patient nicht selbst in der Lage sein, die Eingabe der Schmerzen in die painApp eigenständig durchzuführen, kann dies stellvertretend durch eine ambulante Pflegekraft erfolgen. Entsprechende Änderungen in der Erfassung werden im System vermerkt, so dass bei der Datenauswertung zwischen Selbst- und Fremdeingabe unterschieden werden kann. Eine Fremdeinschätzung wird in dieser Projektphase vorerst noch nicht durchgeführt. Die painApp kann einfach und unkompliziert in das bestehende EDV-System einer Hausarztpraxis integriert werden, so dass auf Anschaffungen zusätzlicher Endgeräte verzichtet werden kann.

Der Nutzer als Experte

Bei der Entwicklung von Applikationen für Tablet-PCs oder Smartphones haben häufig technische Innovationen vor den eigentlichen Bedürfnissen der Nutzer Vorrang. Insbesondere ältere Menschen sind mit dieser Problematik konfrontiert. An dieser Stelle knüpfen wir an und entwickeln die painApp gemeinsam mit den Nutzern.

Wie verhält es sich mit dem Datenschutz?

Die Dokumentation der Befragung erfolgt online über eine UMTS-Verbindung. Der sichere Datenverkehr zum Server wird über eine verschlüsselte Leitung gewährleistet. 
Alle Daten werden nicht als Klartext, sondern ebenfalls codiert abgelegt. Der Server befindet sich im Besitz des Projektpartners smart-Q GmbH und wird durch qualifiziertes Personal gewartet und beaufsichtigt. Es werden dort keine Domains oder Applikationen von Dritten betrieben. Der Zugriff auf das Webportal, bei dem die PatientInnendaten dann über das Internet einzusehen sein werden, wird durch höchstmögliche Sicherheit geschützt. 
Dies wird über ein Mehrfaktor-authentifizierungsverfahren gewährleistet, das auch von diversen Kassenärztlichen Vereinigungen eingesetzt wird. Es erfüllt die Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik.

Dieses Projekt wird gefördert und umgesetzt durch: